Zwiesprache

Als Performancekünstlerin, Autorin und Biografische Forscherin arbeite ich seit mehreren Jahren zur Geschichte der feministischen/queeren Performancekunst, ihrer Orte und Akteur*innen.

 

2019/2020 habe ich zu den Aspekten von Subversion & Heilung in der weiblichen/queeren Performancekunst geforscht. Entstanden ist daraus die im Shop erhältliche Publikation "KÖRPEREINSATZ. Weibliche/Queere Performancekunst: Subversion & Heilung".

 

In meinem neuen Forschungs- und Performanceprojekt ‚ZWIESPRACHE‘ widme ich mich den Pionierinnen der weiblichen Performancekunst in den 1970er/80er Jahren in Deutschland. 

Rabe Perplexum (*1956 +1996) München


Während Gabriele Schor in Österreich den Begriff der „Feministische Avantgarde“ prägte und ihn mit einer gleichnamigen Publikation und einem Ausstellungsparcour in den kunsthistorischen Diskurs einbrachte, finden sich die Zeugnisse der Künstlerinnen dieser Zeit in Deutschland nur verstreut in einzelnen Archiven wieder und oft auch nur noch in der Erinnerung derer, die bei Aktionen oder Auftritten anwesend waren. Viele der in dieser Zeit agierenden performativen Künstlerinnen sind bereits gänzlich aus dem kulturellen Gedächtnis verschwunden und das gilt für „beide damalige Deutschlande“ – BRD und DDR. 

 

Es waren Pionierinnen, die die ihr eigenes und selbst bestimmtes Bild der Frau in einer von Männern dominierten Kunstwelt neu schufen, in ihren Arbeiten stereotype weibliche Rollenbilder und soziale Erwartungen an Frauen entlarvten, sich die neuen Ausdrucksformen der Performances, Aktionen, Installationen und Interventionen zu eigen machten. 

 

Ich bin auf der Suche nach und in Zwiesprache mit ihnen.

Tabea Blumenschein (*1952  +2020) Berlin