Nicht immer nur Pelz
31. Oktober 2021
Sie ist das weibliche Gesicht des Surrealismus: Meret Oppenheim. Ihr Werk 'Frühstück im Pelz' wurde zum Inbegriff dieser Kunstrichtung und sie damit zu einer seiner wichtigsten Vertreterinnen. Oppenheim experimentierte mit unterschiedlichen Materialien und Formaten und schuf dabei ein einmaliges Werk an Photographien, Performances, Brunnen, Objekten und Zeichnungen. Eine aktuelle Ausstellung und eine neue Publikation begeben sich auf die Spuren der geheimnisvollen Meret Oppenheim.

May Ayim. Poesie und Aktion
30. Oktober 2021
Oft wurde sie in einem Atemzug mit ihrer Freundin und Weggefährtin Audre Lorde genannt: May Ayim. Nun ist 25 Jahre nach ihrem Freitod ein Buch erschienen, in dem Weggefährt*innen, Familie und Freundinnen sich an die afrodeutsche Poetin und Aktivistin erinnern. Sie schildern persönliche Begegnungen, zeigen auf wie stark der Einfluss May Ayims in ihrer jeweiligen Leben nachwirkt und würdigen eine herausragende Persönlichkeit, die uns auch oder besonders heute viel zu sagen hat.

Carpe diem 254
02. Oktober 2021
Gerade erreicht mich die Nachricht, dass Maria Kulikovska einen der Publikumspreise der diesjährigen NordArt bekommt und das freut mich sehr, da auch meine Stimme auf sie entfiel. Die ukrainische Künstlerin & Aktivistin wurde nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland zum Flüchtling im eigenen Land und trägt dort die Flüchtlingsnummer 254. Der Schmerz, die Verzweiflung, die Wut über diese erzwungene Lebenssituation, formen ihre Kunst.

Zeitzeuginnen gesucht
11. September 2021
Frauenorte - Lesbenorte - Utopische Orte. Es gab sie in den 80erJahren in allen größeren Städten in Deutschland. Sie waren Teil einer lebendigen bunten Subkultur und Orte für ein Leben jenseits normierter Vorstellungen von Arbeit und Familie, Anpassung und Pflichterfüllung. Sie waren die kleine Vorstufe zur größeren erträumten Utopie. Die meisten dieser Orte sind still und leise von der Bildfläche verschwunden. Die Zeit - sie tickt heute anders. Holen wir uns unsere Erinnerung zurück und dann...

Frauen(rechte) vs Taliban
22. August 2021
Shamsia Hassani ist Afghanistans bekannteste Graffitikünstlerin. Auf großformatigen Bildern im öffentlichen Raum zeigt sie Frauen, die von den Taliban bedroht werden. Die prekäre Situation von Frauen und Mädchen in der von Männern dominierten afghanischen Gesellschaft stand immer im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Trotz der Gefahr nach der aktuellen Machtübernahme der Taliban setzt sie ihr Werk des Widerstands fort.

AWARE - Bewahrt der Frauen Kunst
15. Juli 2021
elles@centrepompidou sollte 2009 der Titel lauten für eine Ausstellung des ‚Pariser Museum für moderne Kunst‘, in der ausschließlich das Werk von Künstlerinnen gezeigt werden sollte. Erstmalig und einmalig: eine Sammlungsausstellung mit rein weiblicher Besetzung. Ein Schlüsselerlebnis für die damalige Kuratorin Camille Morineau. Denn über die Künstlerinnen, die das Museum in seiner Sammlung hatte, fanden sich keine Informationen, keine kunsthistorischen Einordnungen, Biografien etc.

Abschied von Anna Halprin
28. Mai 2021
Sie hat Generationen von Tänzer*innen inspiriert und vielen Laien den Tanz als Mittel zur Selbststärkung und Heilung nahe gebracht: nun ist die wunderbare Anna Halprin am 24. Mai im Alter von 100 Jahren gestorben. Sie gilt als Pionierin der aktiven Erforschung des Potentials von Kreativität für Individuum und Gesellschaft. Ihre eigene Krebserkrankung war der Ausgangspunkt für ihre lange Forschungsreise zu den Aspekten von Heilung und Transformation im Tanz, in der Performance und in der Kunst.

Universum - Punktiversum
20. Mai 2021
Yayoi Kusama (* 1929) ist neben Yoko Ono die populärste Künstlerin Japans. Sie gilt als Pionierin der feministischen Kunst der 70er Jahre und ihre Werke werden parallel zur Konzeptkunst, zum Minimalismus, zum Surrealismus und zur Psychedelischen Kunst gezählt. Eine Ausstellung der Superlative im Gropius Bau Berlin gibt nun einen Überblick über die Werke aus 70 Jahren und macht den Einfluss Yayoi Kusamas auf Malerei, Mode, Performancekunst und Design deutlich. Eine phantastische Reise.

Diese schwarze Kunst ist bunt
14. Mai 2021
Von den exzentrischen Possen der Adligen um 1900 über die Bekenntnis-Symbolik von Seeleuten und Kriminellen, hinein in die coole Mode-, Sport-, Musikwelt und im letzten Schritt hin zum Knöchel-Schmetterling meiner Nachbarin. Sie sind ganz klar angekommen, haben einen beachtlichen Karriereweg hinter sich: Tätowierungen oder auch schlicht Tattoos. So weit das Auge reicht, bunt bebilderte Körper. Verzierung, Bekenntnis, Biografischer Stempel. Und im Falle der Familie Leu ganz große Kunst...

Frauen-Sport ist nie unpolitisch
12. Mai 2021
Auf den ersten Blick nur ein aufwirbelnder Rock, hinter dem dann aber eine höchst interessante Geschichte steckt. Zu sehen auf diesem Foto ist Silvina La Poderosa, eine Cholita, die sich nach einem gewonnenem Wrestlingkampf aus dem Ring schwingt. Als Cholas oder Cholitas werden indigene Frauen in Bolivien und Peru bezeichnet. Sie nutzen seit einigen Jahren solche Schaukämpfe als Bühne für ihren Kampf um Gleichstellung in der bolivianischen, von Männern dominierten, Gesellschaft.

Mehr anzeigen