Mein Körper (und ich)
22. Juni 2022
Zum Jahresthema 'SPUREN' biete ich Gastautor*innen die Möglichkeit über ihre eigene Spurensuche hier auf dem Blog zu schreiben. Heute ist Karolin Kaden meine Gastautorin. Sie begibt sich auf die Spuren weiblicher Körpererfahrung. Für ihr offenes Schreib-Projekt 'Mein Körper (und ich)' sammelt sie Texte von unterschiedlichen Frauen und lässt damit eine vielfältige Sammlung von Zeugnissen weiblicher Körperlichkeit entstehen. Seid auch Ihr herzlich eingeladen Eure Texte beizusteuern!

Vergangenheit, KUNST, Zukunft
12. Juni 2022
Kunst XXL. In den kommenden Wochen werde ich in die jeweiligen Kontexte und Sphären eintauchen: Berlin Biennale, documenta Kassel und Venedig Biennale. Die Biennale in Venedig- die der starken Frauen; die documenta in Kassel - kämpft mit Antisemitismus-Vorwürfen und um ein neues Profil; die Berlin Biennale - verdächtige Stille. Was ist wo und von wem zu erwarten? Ungewöhnliche Orte? Neue Blickwinkel und Perspektiven? Künstler*innen "vom Rande der Welt"? Revolution statt Kunstproduktion?

Lesbenbewegung reloaded
28. Mai 2022
50 Jahre Lesbenbewegung - Zeit zum Erinnern, Vergewissern und FEIERN! So die Überschrift einer Einladung von 'LAZ reloaded' für Ende Mai in Berlin. LAZ? Reloaded? 50 Jahre ? Ein Treffen der Generationen. Feministisch-Lesbische Erinnerungskultur trifft auf die heutige Bandbreite lesbischer Kunst, Kultur und Politik. Lesbische Sichtbarkeit jetzt! - die Brücken schlagende Verbindung.' Der zarte Beginn für eine aufgefrischte selbstbewusste Bewegung - jenseits oder inmitten von queer?

Klang, Kosmos, Heilung
25. April 2022
In einer Zeit, in der wir uns mehr denn je einer sensibilisierten Wahrnehmung von Welt widmen wollen, sind die Arbeiten von Evan Ifekoya Medium und Handwerkszeug für den Weg hin zu individueller wie kollektiver Fürsorge und Heilung. Das Buch 'Resonant Frequencies' stellt aktuelle Klanginstallationen-/räume Ifekoyas vor und beleuchtet sie im Kontext ihrer*seiner spirituellen und geistigen Wurzeln wie der Black-Queer-Bewegung, dem Feminismus, aber auch der Klangforschung und der Quantenphysik.

7 Tode  - Maria/Marina
10. April 2022
Schon in meinem letzten Blogartikel schrieb ich von einer Künstlerin (Jenny Holzer), die den Spuren einer anderen Künstlerin (Louise Bourgeois) folgt. Heute stelle ich das Opernprojekt von Marina Abramović vor, die den Spuren der von ihr verehrten Maria Callas folgt. Künstlerinnen folgen Künstlerinnen und eine neue Facette weiblicher Kunst- und Kulturgeschichte blättert sich vor uns auf. Es ist eine lebendige, performative, künstlerische Archivarbeit. Ein Staffellauf mit offenem Ausgang...

Holzer x Bourgeois
22. März 2022
Immer wieder taucht die Betitelung 'Schamanin der Kunst' auf, wenn die Worte fehlen bei der Beschreibung der ebenso farbenfrohen wie schmerzerfüllten Kunst der Louise Bourgeois. Im Kunstmuseum Basel hat nun die Künstlerin Jenny Holzer ihren eigenen, verzweigten und überraschenden Bourgeois-Kosmos entstehen lassen. Die Annäherung an die Werke Bourgeois erfolgte - wie bei Holzer nicht anders zu erwarten - über die Sprache.

Rosa, Hildegard & Madame X
25. Februar 2022
Zwei der bedeutendsten Regisseurinnen Deutschlands stehen in ihrem 80. Lebensjahr und sind nach wie vor in ihrem filmischen Schaffen Avantgarde: Ulrike Ottinger und Margarethe von Trotta. Sie haben ihre eigene Filmsprache entwickelt, ihre Narrative gehen in ähnliche Richtungen und dennoch sind ihre Filme gänzlich verschieden. Eine Dokumentation und eine Ausstellung würdigen gerade die Lebenswerke und laden ein, sie und ihre Werke (neu) kennen zu lernen.

Carpe diem 254
25. Februar 2022
Im vergangenen Herbst schrieb ich diesen kurzen Artikel über die ukrainische Künstlerin & Aktivistin Maria Kulikovska, die nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland zum Flüchtling im eigenen Land wurde. Am 24.02. wurde die Ukraine nun von Russland mit Bodentruppen und Bombardements angegriffen - das Land befindet sich im Krieg. Der Schmerz, die Verzweiflung, die Wut formten die Kunst von Maria Kulikovska immer schon. Wie lange ist Leid zu ertragen und in Kunst zu transformieren?

Matriarchat - mehr als eine Utopie von gestern
14. Januar 2022
Überraschend zurückgekehrt in den aktuellen Diskurs um Geschlechterzuschreibungen, Gesellschaftsstruktur, Ökologie, Kapitalismuskritik und Spiritualität: das Matriarchat. In den 1980er Jahren als Gegenmodell zum Patriarchat diskutiert, als Quelle weiblicher Kultur beschworen, von einigen Historikerinnen differenziert erforscht, verblieb es dennoch etwas nebulös im Reich von Vorgestern oder Übermorgen. Mit Aufkommen der Queeren Bewegungen verlor es dann weiter an Boden und Bedeutung.

Weibliche Subversion auf dem Boden des Sozialismus
01. Januar 2022
Widerständige Künstlerinnen in der DDR? Subversive Performancekunst auf dem Boden des Sozialismus? Bei meinen Recherchen zu 'deutsch-deutsch-widerständig' (Feministische Performancekunst der 70er/80erJahre in Deutschland) höre ich früh auch von experimentellen Künstlerinnen und ihren Auftritten in der DDR. Nun präsentiert das ngbk in Berlin eine Ausstellung zur 'Künstlerinnengruppe Erfurt', die von 1984-1994 maßgeblich diese Szene prägte. Und dann ist da noch der Kunsthof Lietzen...

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