zwischen körpern

"Die Wirkkraft und Erfahrbarkeit von Kontrolle auf und am Körper steht im Fokus der Ausstellung zwischen körpern: Körper werden bewusst oder unbewusst durch historische und soziale Umstände modelliert und auch kontrolliert. Der Körper wird als Austragungsort politischer Kämpfe verstanden, weshalb Emanzipationsstrategien und Selbstermächtigungsprozesse eine zentrale Rolle einnehmen.

Inwiefern sind das Fleischliche und neue Technologien miteinander verwoben und welche Rolle spielen dabei Intimität und soziale Zwänge?

Elf zeitgenössische Positionen untersuchen diese komplexen Dynamiken mittels Skulptur, Rauminstallation, Video, Fotografie und Performance. Körperlichkeit wird wie auch bei der Auswahl der Kunstwerke aus einer dekolonialen und intersektional-feministischen Perspektive reflektiert und kritisch hinterfragt. 

In Form einer Publikation wird die Ausstellung zwischen körpern in coronalen Zeiten auf Papier erfahrbar gemacht. Ein zusätzliches digitales Rahmenprogramm wird das Durchlaufen der Ausstellung, beim Durchblättern der Seiten, um ihre physischen Grenzen erweitern. Dafür kooperiert die Kleine Humboldt Galerie mit dem K. Verlag und lässt die Leser*innen der Publikation zu Besucher*innen werden. 

Eine besondere Rolle spielt dabei der Ausstellungsort in der ehemaligen, historischen Tierarzneischule, welche heute Sitz des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik ist. Herzstück dieses von Carl Gotthard Langhans erbauten Gebäudes ist der überkuppelte Hörsaal mit Hebebühne, mittels derer Tierkörper emporgehoben wurden. In dem angrenzenden Gerlachbau, der früheren Schlachthalle, wurden die Körper für die veterinärmedizinischen Vorlesungen vorbereitet. Mit der Ausstellung zwischen körpern sollte der Gerlachbau zum ersten Mal für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden." (Pressetext der KHG zur Ausstellung zwischen körpern)

Die Kleine Humboldt Galerie (KHG) ist eine Initiative zur Konzeption und Realisierung von Ausstellungen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie wurde ursprünglich 1978 von Mitarbeiter*innen des Rechenzentrums der Humboldt-Universität und Berliner Künstler*innen gegründet…

Begleitprogramm zur Ausstellung:

 

25.03.2021 / 18–18.30 Uhr

Datafiction – Online-Vortrag von Lotte Meret & Marco Buetikofer

Auf Englisch

 

17.04.2021 / 14–17 Uhr
Embodying Gaze: How to Embody your First-Person Perspective by Removing your Head?
Workshop mit Kirstin Burckhardt
Auf Englisch

23.04.2021 / 19–20 Uhr
mEat me – Food for the Post- Anthropocene: on Body-Hacking and the De-centering of the Human as Material.
Online-Vortrag von Theresa Schubert

Weitere Informationen und Anmeldung für einzelne Veranstaltungen über die Website der KHG  

 

#subversivekörper