Mutgestalter 7.0/Einladung

Zu Gast bei den Mutgestaltern also, einem Format, das Katarina Marevic-Schmieder ins Leben gerufen hat und welches nun bereits in die siebte Runde geht: Mutgestalter 7.0

 

„Einzelne Menschen sind es, die Geschichten schreiben und die Welt verändern. Mut ist, mit Zuversicht etwas tun, seinen eigenen Weg gehen und seine Lebensgeschichte zu erzählen. Mutgestalter ist die “Bühne” dafür.“ (https://mutgestalter.de)

 

Ich ging gedanklich durch meine bisher 52 Jahre gelebtes Leben und entdeckte an vielen Stellen den kleinen und manchmal auch größeren Mut im Lebensverlauf.

Ich hätte ihn zur jeweils damaligen Zeit sicher so nicht genannt: Mut. Aber das ist eine der spannenden Erkenntnisse bei dieser biographischen Rückschau: der Mut hat viele Namen und Gesichter.

 

Pseudonyme und Gesichter des Mut:

Aufbegehren, Phantasiewelt, Starrsinn, Aufbruch, Revolution, Stille, Rückzug, Verweigerung, Schreiben, Kreieren, Studieren, Umziehen, Stellenwechsel, Gründen, Subversion, Biographisches Arbeiten, Annehmen des Ich, Versöhnen, Abschließen, Neubeginnen, Loslassen, Zupacken, Neugierde wahren, Verlieben/Lieben, Tanzen, Ausdruck suchen und finden…

 

Und ja, oft hatte der oder mein Mut eine Verbindung mit dem Tun, aber eine weitere wichtige Erkenntnis: er kann sich auch prima verbünden mit dem Lassen.

Tun und Lassen. Lassen und Tun. Der Schaffenskraft ihren Raum geben, aber auch der Lassenskraft.

 

Die Lassenskraft kann mächtige Wirkung haben und es ist gut sich mit ihr vertraut zu machen. Denn am Ende unseres hiesigen Lebens ist sie die einzige Option.

 

„Am Ende ist der ultimative Akt der Lassenskraft der Tod. Diese Kraft, zu der letztlich jede und

jeder »Ja« sagen muss, setzt einen Prozess in Gang, der den Erdenkörper zur Unkenntlichkeit

zersetzt und das Selbst, wie auch immer man dieses definieren mag, in eine neue Phase

eintreten lässt – in einen weltlichen Erinnerungsraum, einen andersweltlichen Ahnungsraum oder

etwas ganz anderes. Sterben als bewusster Akt von Lassenskraft wird umso sichtbarer, wenn

das Ableben nicht gewaltsam und vorzeitig geschieht, sondern der Tod ein Leben beizeiten

rundet, es vervollkomnet. Wer wollte beurteilen, was »beizeiten« und was »vorzeitig« ist?

(aus: Es lebe die Lassenskraft! von Matthias Fersterer, erschienen in OYA 42/2017)

 

 

Ich freue mich darauf zusammen mit zwei anderen Frauen die Mutgestalter-Bühne zu betreten und Euch aus meinem mutigen Leben zu erzählen…

 

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