Radikal Fragil

Pissing in a River. Again!

Patti Smiths „Pissing in a River – Watching it Rise“ (1976) steht metaphorisch für Widerstand und Rebellion. Der Songtext verweist zunächst auf intensive Gefühle von Ausweglosigkeit, Unsicherheit und Verletzung, die dann in einen provozierenden und selbstbestimmten Akt von Stärke und Kraft transformiert werden. In der Ausstellung Pissing in a River. Again! zeigen 31 zeitgenössische Künstlerinnen (u.a. Valérie Favre, Hanne Lippard, Raphaela Vogel, Katharina Sieverding) Videoprojektionen, Fotografien, Skulpturen, Malerei, Performances, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Kategorien/Klischees von weiblich/männlich auseinander setzen und lustvoll Widersprüche, Ambivalenzen und Diversität zelebrieren.

 

Ort: Kunstraum Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Ausstellungsdauer: 17. November 2018 – 13. Januar 2019, täglich 11-20 Uhr. Eintritt frei

Zusätzliches Programm:

Donnerstag, 3. Januar 2019, 19 Uhr Abtreibung. Performance von Käthe Kruse u.a.

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19 Uhr Lesung von Ann Cotten

Sonntag, 13. Januar, 18 Uhr Finissage u.a. mit Konzert von M.O.G. (Mothers of God)

www.kunstraumkreuzberg.de

 

 

Ping Pong Peng (4händig)

Katia Fouquet (Zeichnung & Installation)

Verena Kyselka (Video & Installation)

Ping Pong Peng – Geschichten von Heldinnen, Superfrauen und weiblicher Kraft - nicht umsonst erinnert der Titel an Comics. Schüsse spielen eine Rolle (Peng) und zwischen den unterschiedlichen Arbeiten entspinnt sich ein Dialog (Ping Pong), der neben der bildnerischen auch die akustische Ebene einbezieht. So versteht sich beispielsweise der Soundtrack der Videos von Verena Kyselka als Antwort auf die imaginierten Explosionen der Waffen, mit denen sich die Ausstellungsbesucherinnen inszenieren können.

 

Ort: Kommunale Galerie, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin

Ausstellungsdauer: 5. Dezember 2018 – 27. Januar 2019, Öffnungszeiten siehe Website, Eintritt frei

Zusätzliches Programm:

Sonntag, 13. Januar 2019, 12 Uhr Künstlerinnengespräch

www.kommunalegalerie-berlin.de

 

 

MEDEA MUCKT AUF

Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang

Medea: Femme Fatale und Überfrau aus dem Osten. Flucht in den Mythos? Nicht mit ihr!

Für die hier präsentierten Künstlerinnen (u.a. Geta Bratescu, Katalin Ladik, Zofia Kulik, Sibylle Bergemann, Evelyn Richter),  allesamt auf den sozialistischen Seiten des Eisernen Vorhangs wirkend, stand nicht eine kryptische Verschlüsselung zur Debatte, sondern die radikal weiblich aufbegehrenden Interpretationen der Medea, Penthesilea und Kassandra. Ihre Darstellungen waren Auslöser für neue, zeitgenössische Frauenbilder. Diese Künstlerinnen zündelten, provozierten, protestierten, experimentierten unter dem Radar…entblößten sich selbst und ihren Zorn, verweigerten sich jedweden – sozialistischen wie bürgerlichen -   Rollenzuschreibungen. Ihre Lebendigkeit, ihre Energie wirkt bis heute nach.

 

Ort: Kunsthalle im Lipsiusbau, Georg-Treu-Platz 2, 01067 Dresden

Ausstellungsdauer: 8. Dezember 2018 – 31. März 2019, Di-So 10-18 Uhr; Eintritt 6/4,50 €

Umfangreiches Rahmenprogramm

https://albertinum.skd.museum